Jüdische Kulturtage
Jüdische Kulturtage Mannheim

Grußworte

Peter Kurz

Gerne habe ich die Schirmherrschaft für die 2. Jüdischen Kulturtage Mannheim 2017 übernommen und grüße die Mitwirkenden und alle Besucherinnen und Besucher – auch im Namen des Gemeinderates und der Verwaltung unserer Stadt – sehr herzlich.

2017 ist für die Jüdische Gemeinde Mannheim ein besonderes Jahr. Erst 1987 ist das Jüdische Gemeindezentrum mit seiner Synagoge nach der Pogromnacht 1938 und der anschließenden Deportation der Mannheimer Juden in das Herz der Stadt zurückgekehrt. In den vergangenen 30 Jahren ist das Jüdische Gemeindezentrum zu einem lebendigen Mittelpunkt des jüdischen Glaubens, aber auch zur Begegnungsstätte für alle Mannheimerinnen und Mannheimer geworden. Von Anfang an gehörten die Pfl ege des interreligiösen Dialogs und die Öff nung in die Stadtgesellschaft zum Engagement der Jüdischen Gemeinde Mannheim.

Die Grundmaxime Dialog und Zusammenarbeit zeigt sich auch bei den Jüdischen Kulturtagen. Sie werden gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Rhein-Neckar, Mannheim, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar e.V. und der Agentur für Jüdische Kultur Altenburg & Graf ausgerichtet.

Ich lade Sie ein, ein Kaleidoskop jüdischer Kunst und Kultur kennenzulernen und danke den Organisatorinnen und Organisatoren der Jüdischen Kulturtage Mannheim für ihr außerordentliches Engagement. Ihnen, den Besucherinnen und Besuchern, wünsche ich inspirierende Begegnungen bei allen Veranstaltungen.

Mannheim, im September 2017
Dr. Peter Kurz

Jüdische Kulturtage

Das jüdische Volk hat seit der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten und der Offenbarung am Berg Sinai seine Religion im Laufe seiner 3000jährigen Geschichte bei seinen vielen Wanderungen und Vertreibungen überallhin in die Welt mitgenommen und seine Kultur und Traditionen weiter gepflegt.

Die Juden haben aber, je nach dem in welchem Land sie sich aufhielten, nach und nach auch Elemente der Kultur dieses Landes übernommen oder mit ihrer mitgebrachten Kultur kombiniert. So haben sich viele unterschiedliche Jüdische Kulturen in aller Welt entwickelt, immer unter Einfluss der umgebenden Kultur.

Mit der Veranstaltung der Jüdischen Kulturtage möchten wir in wenigen Tagen die Vielfalt der jüdischen Kultur einer breiten Öffentlichkeit näher bringen. Das reiche Programm der Kulturtage dokumentiert lebendiges Judentum mit vielen Facetten. Es beinhaltet jüdischen Humor ebenso wie europäische und orientalische jüdische Musik. Jüdische Literatur wird vermittelt ebenso wie das Rechtswesen im Judentum. Wir bieten eine Verkostung erlesener israelischer Weine und eine Führung durch das „jüdische Mannheim“, außerdem Kindertheater und vieles mehr.

Wir danken Herrn Oberbürgermeister Dr. Kurz für die Übernahme der Schirmherrschaft. Außerdem gilt unser Dank vielen weiteren Unterstützern für die Durchführung der zweiten Jüdischen Kulturtage Mannheim.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Majid Khoshlessan

Mannheim, im September 2017
Majid Khoshlessan

Jüdische Kulturtage Mannheim

Programm der Jüdischen Kulturtage 2017

Eröffnung der Jüdischen Kulturtage //

Jüdische Kulturtage Mannheim Jerusalem Duo

Seit der Gründung der Stadt Mannheim im 17. Jahrhundert haben jüdische Bürgerinnen und Bürger das städtische Leben mitgestaltet und geprägt.

Nach den Jahren des NS-Regimes und den Schrecken des Holocaust wurde die Jüdische Gemeinde Mannheim im Frühsommer 1945 wieder gegründet. Nachdem man sich zunächst mit Provisorien begnügen musste, fand die Gemeinde im Jahr 1957 in der Maximilianstraße eine Bleibe. Vor genau drei Jahrzehnten, im Jahr 1987, konnte die Gemeinde dann – nur wenige Meter von ihrem ursprünglichen Standort entfernt – im Quadrat F 3 ihr neu errichtetes Gemeindezentrum beziehen.

Die Feier dieses Jubiläums wollen wir mit der Eröffnung der „2. Jüdischen Kulturtage Mannheim“ verbinden. Denn es ist wahrlich ein Grund zu feiern: Die Jüdische Gemeinde ist wieder ins Zentrum der Stadt zurückgekehrt, ein vielfältiges Gemeindeleben hat sich entwickelt und die Gemeinde ist Teil des kulturellen Lebens der Stadt. Seit dreißig Jahren feiert die Gemeinde ihre Gottesdienste in einem der schönsten Synagogenneubauten nach 1945.

Mit den „2. Jüdischen Kulturtagen Mannheim“ zeigen wir die Vielfalt der jüdischen Kultur und konnten dazu ausgezeichnete Akteure gewinnen. Die musikalische Gestaltung der Jubiläums- und Eröffnungsfeier hat das preisgekrönte „Jerusalem Duo“ übernommen.

Ein magisches Klangerlebnis! Das Jerusalem Duo verleiht der klassischen Kammermusik eine besondere Note, indem es zwei bekannte Instrumente in ungewöhnlicher Kombination zusammenbringt: Harfe und Saxophon erklingen in schönster Harmonie. Die zwei jungen Musiker Hila Ofek und Andre Tsirlin präsentieren klassische Musik (Bach, Ravel, Ben-Haim, Tschaikowsky), Klezmer und jüdische Lieder (Shiri Nigun, Tarivirdiev, Shemer). Hila Ofek und Andre Tsirlin haben an der Jerusalem Academy of Music & Dance studiert. Heute konzertieren sie als Solisten und als Duo in ganz Europa, Israel und Russland. Sie sind Gewinner des 6. Internationalen Wettbewerbs für Israelische Musik in London, des 3. internationalen Terem-Crossover-Wettbewerbs in St-Petersburg und des 8. Karl-Adler-Wettbewerbs. Anschließend findet ein Empfang statt.

Jüdische Kulturtage

Datum: So, 10. September 2017
Ort: JGM, F3, Rabbiner-Grünewald-Platz

Nur auf Einladung und namentlicher Anmeldung bis zum: 01.09.2017

Anmeldungen
per Mail: gemeinde [at] jgm-net [dot] de
per Telefon: 0621-153974

Jüdische Kulturtage

Sandra Kreisler – Chansons, Kabarett //

Jüdische Kulturtage MannheimSandra Kreisler

Wo Kreisler draufsteht ist auch Kreisler drin – man darf nichts Streichelweiches erwarten. Aber Wortgewalt, Herzenswärme, Gedankenschärfe und Humor!

„Ich hatte schon sehr lange nichts explizit Jüdisches mehr auf die Bühne gebracht. Und es fehlte mir! Zudem wollte ich wieder einmal mit einer neuen musikalischen Besetzung arbeiten, und habe mit Gennadij Desatnik an Geige, Bratsche, Gitarre und Valeriy Khoryshman am Akkordeon ein wunderbares Team gefunden, die auch eigene Lieder und Gesänge aus ihrer Heimat beisteuern“ sagt Sandra Kreisler.

In diesem Spannungsfeld – zwischen Damals und Jetzt, zwischen Judentum und Ablehnung, zwischen Witz und Melancholie – erwartet Sie ein modernes jüdisches Programm, von dem Sie begeistert sein werden.

Jüdische Kulturtage

Datum: Mo, 11. September 2017
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: JGM, F3, Rabbiner-Grünewald-Platz
Eintritt: 15,00 €, erm. 12,00 €

Jüdische Kulturtage

Barbara Zechel & Mehmet Ungan – Orientalische Musikakademie //

Jüdische Kulturtage Mannheim Barbara Zechel
Jüdische Kulturtage Mannheim Mehmet Ungan

Dieser Abend bringt unterschiedliche Kulturen und unterschiedliche Epochen zueinander. Es werden Chansons aus dem Berlin der 1920er und 1930er Jahre kombiniert mit Liedern von jüdischen Komponisten aus der Osmanischen Zeit. Wir hören Schlager, wahre Ohrwürmer, voll von Sehnsucht, Humor und Leichtigkeit, die in ein orientalisches Klanggewand gehüllt sind: die Oud, die arabische Laute und die Ney, die orientalischeFlöte.

Erweitert wird dieses Klangerlebnis durch ein Wechselspiel mit dem abendländischen Flügel. Daneben werden sephardische und Sarki genannte gesungene Lieder in der Tradition der klassischen Türkischen Musik mit orientalischen Instrumenten aufgeführt.

Jüdische Kulturtage

Datum: Di, 12. September 2017
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: JGM, F3, Rabbiner-Grünewald-Platz
Eintritt: 15,00 €, erm. 12,00 €

Jüdische Kulturtage

Abraham de Wolf – Auge um Auge //

Jüdische Kulturtage Mannheim Abraham de Wolf

Geld als Schadensersatz und der Wert des Menschen

Abraham de Wolf wird die talmudischen Prinzipien zum Schadensersatz bei Körperverletzung vergleichen mit dem Gesetzeskodex von Hamurabi, den Gesetzen der Hethiter und Römer, des deutschen Mittelalters sowie der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Dabei wird sich zeigen: Nicht die Abschaffung der Rache ist das Besondere des jüdischen Rechts, sondern die Debatte um den Wert des Menschen.

Referent: Abraham de Wolf, ist Rechtsanwalt für Software, Datenschutz und Arbeitsrecht. Er ist Vorsitzender von „Torat HaKalkala – Verein zur Förderung der angewandten jüdischen Wirtschafts- und Sozialethik“ in Frankfurt.

Jüdische Kulturtage

Datum: Mi, 13. September 2017
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Landgericht, A 1, Mannheim
Eintritt: frei

Anmeldung erforderlich bis zum 07.09.2017
per Mail unter: gemeinde [at] jgm-net [dot] de
oder Tel. 0621-15 39 74

Jüdische Kulturtage

Dass der Wein erfreue des Menschen Herz //

Jüdische Kulturtage Mannheim Wein

Seit biblischen Zeiten ist das Judentum eng mit dem Wein verbunden, der auch im religiösen Ritus eine wichtige Rolle spielt. Und so ist es kein Zufall, dass es heutzutage auch in Israel eine hochwertige Weinkultur gibt. Die Judaistin Dr. Esther Graf und Uwe Nowotsch von Israelwein.de erläutern die Bedeutung des Weins im Judentum und präsentieren eine Auswahl an aktuellen israelischen Weinen zum Probieren.

Zudem haben Sie an diesem Abend die Möglichkeit, sich die Ausstellung „‘… besehn wir, ob der Rebstock treibt…‘ Wein im Judentum“ des SchUM-Städte-Vereins anzuschauen.

Jüdische Kulturtage

Datum: Do, 14. September 2017
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: JGM, F3, Rabbiner-Grünewald-Platz
Eintritt: € 15,00 inklusive Weinproben

Anmeldung erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl.
Anmeldung bis zum 07.09.2017 per Mail unter: gemeinde [at] jgm-net [dot] de oder Tel. 0621-15 39 74

Jüdische Kulturtage

„Gut Schabbes, Herr Nachbar!“ – Stadtführung mit Heidi Feickert //

Jüdische Kulturtage

Zeitgleich mit dem Theaterprogramm für Kinder sind die Erwachsenen eingeladen zu einem Spaziergang zu Stätten jüdischen Lebens in Mannheim. Unter dem Titel „Gut Schabbes, Herr Nachbar!“ wird Stadtführerin Heidi Feickert auf einem Rundgang durch die Innenstadt Interessantes aus der Geschichte der jüdischen Gemeinschaft vermitteln.

Jüdische Kulturtage

Datum: Fr, 15. September 2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Ort: Treffpunkt: JGM, F3, Rabbiner-Grünewald-Platz
Eintritt: frei

Anmeldung erforderlich bis zum 07.09.2017
per Mail unter: gemeinde [at] jgm-net [dot] de
oder Tel. 0621-15 39 74

Jüdische Kulturtage

Die Koscher-Maschine“ – Eine Puppen-Komödie für Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene //

Jüdische Kulturtage Mannheim

Babett, das Schweinchen möchte unbedingt so koscher wie Mendel, das Schaf, werden. Da kommt der rothaarige Shlomo mit seiner selbsterfundenen Koscher-Maschine genau richtig. Shlomos türkische Freundin, Ayse, wundert sich, dass auch bei Juden Schweine verboten sind und Max, der Lachs, singt uns etwas über koschere Wassertiere.

Bald schon sorgt die Koscher-Maschine für großes Chaos. Zum Glück hilft Ayse Shlomo aus dem Schlamassel wieder raus. Mit lustigen Songs und vielen bunten Tieren erklären uns die Bubales die jüdischen Speiseregeln.

Jüdische Kulturtage

Datum: Fr, 15. September 2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Ort: JGM, F3, Rabbiner-Grünewald-Platz
Eintritt: frei

Anmeldung erforderlich bis zum 07.09.2017
per Mail unter: gemeinde [at] jgm-net [dot] de
oder Tel. 0621-15 39 74

Jüdische Kulturtage

Literarisches Frühstück mit Michel Bergmann //

Jüdische Kulturtage Mannheim
Jüdische Kulturtage

Michel Bergmann wurde als Kind jüdischer Eltern in einem Internierungslager in der Schweiz geboren. Nach einigen Jahren in Paris zogen die Eltern nach Frankfurt am Main. Nach einer Ausbildung bei der Frankfurter Rundschau wurde Bergmann Journalist. Er entdeckte seine Liebe zum Film und arbeitet als Drehbuchautor und seit 2010 auch als Romanautor.

Seine Romantrilogie über „DIE TEILACHER“ gehört heute zum Kanon jüdischer Literatur in Deutschland und handelt vom eigenen Erleben in der Nachkriegszeit. Zuletzt erschienen die Erzählungen „ALLES WAS WAR“ und „WEINHEBERS KOFFER“.

Der Film über die Teilacher mit dem Titel „ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND“ lief erfolgreich in den deutschen Kinos und in vielen anderen Ländern. Zur Zeit wird sein Roman „HERR KLEE UND HERR FELD“ verfilmt.

Anna Peschel wurde 1987 in Ui Jeongbu (Korea) geboren. Aufgewachsen in Deutschland, erhielt sie ihren ersten Querflötenunterricht im Alter von acht Jahren bei der Stadtmusik Endingen. Sie ist mehrfache „Jugend musiziert“ Preisträgerin. Ihr Querflötenstudium bei Joachim Schmitz an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim schloss sie 2011 im Studiengang Diplom Musiklehrer mit Bestnote ab.

Orchestererfahrung sammelte sie mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Orchester der Volksschauspiele Ötigheim, dem Bodensee Kammerorchester, sowie bei zahlreichen Blasorchestern. Anna Peschel ist seit 2011 Dirigentin des Musikvereins Mannheim Friedrichsfeld und deren Jugendorchestern und seit 2013 hauptamtliche Lehrkraft für Querflöte an der Städtischen Musikschule Mannheim.

Jüdische Kulturtage

Datum: So, 17. September 2017
Uhrzeit: 11:00 Uhr
Ort: JGM, F3, Rabiner-Grünewald-Platz
Eintritt: 15,00 €, erm. 12,00 €

Anmeldung erforderlich bis zum 07.09.2017
per Mail unter: gemeinde [at] jgm-net [dot] de
oder Tel. 0621-15 39 74

Jüdische Kulturtage Mannheim

Tickets

Vorverkauf ab dem 1. August 2017

Eintrittskarten für kostenpflichtige Veranstaltungen bei der Bernhardus Buchhandlung in Mannheim C 3, 8
und im Büro der Jüdischen Gemeinde Mannheim während der Bürozeiten von 09:00 – 13:00 Uhr

Reservierung und Anmeldungen per Mail gemeinde [at] jgm-net [dot] de

Weitere Informationen unter der Telefon-Nr.: 0621-15 39 74

Restkarten können soweit vorhanden an der Abendkasse erworben werden.

Jüdische Kulturtage Mannheim

Synagogenführung am Sonntag,
10.09.2017, 11:00 – 13:00 Uhr
Anmeldung erforderlich bis zum 05.09.2017

Jüdische Kulturtage Mannheim

Mit freundlicher Unterstützung

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Wir bedanken uns bei

Veranstalter

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Jüdische Kulturtage Mannheim

Impressum

Jüdische Gemeinde Mannheim K.d.ö.R.
F3, 4 68159 Mannheim
gemeinde [at] jgm-net [dot] de
Programmierung: E-STARTS, Mannheim

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